Trimmen

Was sich zunächst sogar unangenehm anhört, ist in Wirklichkeit völlig schmerzlos. Im Gegenteil: Man muss Hunde behutsam trimmen, damit sie keinem Juckreiz durch zu viele nachwachsende Haare ausgesetzt werden. Beim Trimmen werden nur die abgestorbenen und alten Haare entfernt. Im Gegensatz zum Scheren werden hierbei die Haare nicht auf eine bestimmte Länge geschnitten, sondern mit dem Trimmmesser ausgerupft. Dadurch bleibt der natürliche Witterungsschutz des Hundefells bestehen.

Das Trimmen ist ein befreiender Vorgang für den Hund. 

Besonders bei Hunden mit Drahthaar ist Trimmen definitiv die beste Methode, um den Fellwechsel zu unterstützen.

Abgestorbene Haare werden hierbei mit der Wurzel ausgerupft, sodass neues Haar Platz zum Nachwachsen hat.

Bei Hunden, die nur geschoren werden, wird das Fell lediglich gestutzt. Dabei bleiben die alten Haare im Fell und es bildet sich kein Platz für neue Haare. Also kann kein Fellwechsel stattfinden. Hunde, die getrimmt werden müssen, sollten an diesen Vorgang gewöhnt werden. Durch frühzeitiges Bekanntmachen mit dem Trimmen, kommt es auch später zu keinen Angstzuständen bei den Hunden.

Es ist zu empfehlen, Hundewelpen ab und zu auf einem Tisch zu bürsten. Dadurch gewöhnt man sie daran, dass sie später im Hundesalon getrimmt werden. Es ist zu beachten, dass Hunde erst frühestens ab dem dritten Monat getrimmt werden sollten. Davor ist das Fell noch zu weich und einer starken Entwicklung unterworfen. Wenn zu beobachten ist, dass der Hund sich häufig kratzt und dadurch altes Fell loswerden will, sollte mit dem Trimmen begonnen werden.

Gutes Trimmen erfordert ein gewisses Maß an Erfahrung. Deshalb ist es dringend zu empfehlen, es in einem professionellen Hundesalon durchführen zu lassen. Vor allem bei den ersten Besuchen im Hundesalon sollten mehrere Stunden veranschlagt werden.

Wie oft ein Hund getrimmt werden soll, ist von Hunderasse zu Hunderasse verschieden. Im Allgemeinen sollte es maximal einmal im Vierteljahr erfolgen. Beim Trimmen ist allerdings auf eine strenge Regelmäßigkeit zu achten. Nur dann bekommt der Hund einen „rolling coat“. Dieser Begriff bezeichnet ein Hundefell, das sich so an die Regelmäßigkeit des Trimmens gewöhnt hat, dass das neue Haar bei jedem Trimmvorgang schon so weit gewachsen ist, dass keine Löcher im Hundefell entstehen. Ein „rolling coat“ ist das Ziel einer jeden Hundebesitzerin oder eines jeden Hundebesitzers, wenn der Hund getrimmt wird.